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Aus der Geschichte der DLRG Visbek

Bereits im Februar 1962 fasst die Gemeinde Visbek den Entschluss, eine Turnhalle mit Lehrschwimmbecken zu bauen. Dieser Beschluss löst in der Bevölkerung heftige Diskussionen aus. Besonders der beabsichtige Bau des Schwimmbeckens steht in der Kritik der Einwohner.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 24.05.1963. Das 8 x 16,66m große Becken wurde mit einem speziellen Hubboden ausgestattet, der es ermöglicht die Wassertiefe von 3,0 m auf 0,3 m zu regulieren. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Gemeinde Visbek die zweite Kommune, die eine Schwimmhalle gebaut hatte, bei der dieses Hubsystem angewandt wurde. 

Unmittelbar kurz nach der Inbetriebnahme des neu errichteten Hallenbades, am 12. April 1965, wurde durch den damaligen Schwimmmeister Fredo Kröger die Gründung einer DLRG-Ortsgruppe ins Leben gerufen. Dies geschah im Mai 1965.

Als 1. Vorsitzender wurde der Polizeiobermeister Rathmann gewählt. In den Jahren 1969 – 1986 fungierten Josef Funke, Clemens Bramlage, Bernhard Tönnies und Ernst Kalvelage als 1. Vorsitzende in der Ortsgruppe. Ernst absolvierte bei Fredo seinen Leistungsschein. Der spätere Mitgründer der Ortsgruppe Emstek, Karl-Wilhelm Küther wurde zu jener Zeit ebenfalls von Kröger auf die Ausbildung zum Schwimmmeister vorbereitet. 

1966 bat der Verein das erste Mal zum “Tag der offenen Tür“. Die Bevölkerung konnte sich nun von den Angeboten, Aufgaben und Tätigkeiten der DLRG ein konkretes Bild machen. Die Mitgliederzahl und das Engagement stieg stetig. Im Jahre 1972 waren 150 Menschen Mitglied in unserer Ortsgruppe. 1973 gründete sich mit Unterstützung von Ernst Kalvelage und Karl-Wilhelm Küther die OG Emstek. Seitdem herrscht eine gesunde Rivalität zwischen den Visbekern und Emstekern. Es wurde sich regelmäßig mit den Schwimmern aus Emstek, Garrel und Bakum auf Vergleichswettkämpfen gemessen.

Das 10 jährige Bestehen der Ortsgruppe feierte man 1975 mit einem 'Tag der DLRG`. Dem Pioniergeist von Fredo und Ernst ist zu schon zu dieser Zeit zu verdanken, dass einigen späteren Führungskräften der Einstieg in die DLRG ermöglicht wurde. Ernst Kalvelage hatte es sich mittlerweile zum Ziel gesetzt, jedem Visbeker Kind bis zum 4. Schuljahr das Schwimmen beizubringen. 1976 wurden so zum Beispiel 236 Freischwimmer abgenommen. Ende der 70er Jahre aber stagnierte das Interesse der Visbeker für die DLRG. Ernst war zwar immer noch mit Jugendmannschaften bei Schwimmveranstaltungen erfolgreich präsent, die Mitgliederzahl aber schrumpfte auf ca. 50 Leute. Im Jahre 1983 sank sie sogar bis auf 30 Mitglieder. Infolge der Sanierungsarbeiten des Hallenbades 1984, wurden die Tätigkeiten der Ortsgruppe weniger.

Am 27. März 1987 wurde in einer Sitzung die Wiederaktivierung der Visbeker-DLRG beschlossen. Einmal mehr war Fredo Kröger der Verantwortliche, der zunächst als Technischer Leiter die Geschicke des Vereins ins Positive lenkte. Zunächst war die Hauptaufgabe dem Verein wieder die nötige Lobby zu verpassen um entsprechend überhaupt wieder handlungsfähig zu sein. Fredo war in diesem Fall der jenige, der nicht nur seinen Kameraden den „Schlaf“ sprichwörtlich aus den Augen rieb. Man wählte Ernst Kalvelage erneut zum 1. Vorsitzenden, Dr. Aloys Heidbrink wurde sein Stellvertreter.

Im Jahre 1989 trat dann Ernst Kalvelage seinen Führungsposten an Dr. Aloys Heidbrink ab. Am 16. Januar 1990 übergab Dr. Heidbrink seinen Posten aus Zeitmangel an Fredo Kröger ab. Eine neue Ära begann. 

Kröger, der schon seit der `Wiederbelebung` des Vereins mit einer Gruppe Jugendlicher wieder am Wettkampfgeschehen teilnahm und sich für die wirtschaftlichen Umstände der DLRG stark machte,  erneuerte sämtliche Strukturen grundlegend. Durch kommunale Zuschüsse konnten neue Übungsgerätschaften angeschafft werden. Das Angebot der DLRG wurde somit erweitert, und die Mitgliederzahlen konnten massiv gesteigert werden. In den späten 80ern bis Anfang der 1990er Jahre konnten durch die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auch sportliche Erfolge auf sehr hohem Niveau eingefahren werden. Die beste Platzierung erzielten hier 1989 in Ludwigshafen die männlichen Junioren. Sie ereichten den 7. Platz. 
Schwimmer wie Dirk Thölking, Frank Suh und später Marianne Hinners sowie einige weitere Athleten waren an diesem Erfolg maßgeblich beteiligt.
Diese Epoche war bis zu diesem Zeitpunkt die erfolgreichste Zeit unseres Vereins.

Eine weitere Errungenschaft, die Fredos umtriebigem Erfindergeist zu verdanken ist, war die Ausrichtung eines Bambino-Wettkampfes speziell für die ganz jungen Nachwuchs-Schwimmer. Dieser Wettkampf wird bis heute vom Bezirk einmal im Jahr ausgerichtet.

1993 wurde dann ein VW-Bus erworben, der später als Einsatzfahrzeug umfunktioniert wurde. Man beteiligte sich nun regelmäßig am Sommerwachdienst an den heimischen Badegewässern in Goldenstedt und Holdorf. Zudem nahm man Kontakt mit anderen Vereinen in den Niederlanden auf, deren Wettkämpfe man jetzt häufiger besuchte.

Nachdem Mitte der 90er alle Leistungsträger ihre schwimmerische Karriere beendet, sich beruflich verändert habe oder zu anderen Vereinen abgewandert waren, wurde es im „Wettkampf-Business“ spürbar ruhiger. Visbeker Schwimmer waren nur noch selten gesehene Gäste auf Wettkämpfen. Zeitweise war man nur noch mit einer Mannschaft in der Region unterwegs.

Um den Verein im Bereich der Rettungsschwimmausbildung und des Wettkamptrainings unterstützen zu können, absolvierten Jan Thölking und Sven Diekmann von 1996 bis 1998 eine 2 jährige Ausbildung zum Fachübungsleiter Schwimmen / Rettungsschwimmen. Beide waren bereits seit Jahren sowohl als Schwimmer als auch als Übungsleiter im Verein aktiv. Nun konnte man auf 3 Lehrscheininhaber zurückgreifen und die Qualität der Ausbildung und des Übungsbetriebes weiter steigern. Fredo Kröger gab die sportliche Verantwortung an die beiden neuen Lehrscheininhaber ab und konzentrierte sich ausschließlich um die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Vereins. In ihrer Tätigkeit als Technische Leiter modernisierten Diekmann und Thölking die Strukturen innerhalb des Vereins. Beide waren zu diesem Zeitpunkt, damals im zarten Alter von 20 Jahren, die jüngsten sportlichen Leiter im ganzen Bezirk. Schnell konnte man neue Übungsleiter gewinnen und der Übungsbetrieb nahm langsam wieder Fahrt auf.

Um die Jugendarbeit innerhalb der Ortsgruppe zu festigen und um junge Leute möglichst früh in die Vereinsarbeit einzubinden, wurde zudem beschlossen den Ortsjugendvorstand zu reaktivieren. Dieser konstituierte sich im Jahre 1999 neu und gewährleistete ab diesem Zeitpunkt eine verlässliche und aktive Betreuung der jungen Generation. Als neuer Jugendvorsitzender wurde Thomas Haas gewählt. Andreas Pölking, der sich zeitweise vorher tatkräftig um die Belange der Jungend kümmerte, konnte sich nun ganz auf seine Aufgabe als Referent im Bereich Wachdienst kümmern.

Gleich nach der Jahrtausendwende im Januar 2000 wurde bei den Bezirksmeisterschaften endlich wieder an alte Erfolge angeknüpft werden. Gleich drei Mannschaften sicherten sich den Bezirksmeistertitel.

Im Jahr 2001 wurde das alte Einsatzfahrzeug durch ein neues ersetzt. Der Bereich Wasserrettungsdienst, der von Andreas Pölking betreut wurde, war zu diesem Zeitpunkt ein Selbstläufer. Überwiegend leisteten die Visbeker Ihren Wachdienst im benachbarten Goldenstedt ab. Nicht nur der Wachdienst erfreute sich über große Beleibtheit, sonder auch der Duathlon, den unsere Ortsgruppe in diesem Jahr erstmalig am Hartensbergsee ausgerichtet hatte.

Jan Thölking verlagerte seine Tätigkeiten zudem auf seine neue Aufgabe als Referent für Wettkampfwesen im Bezirk. Währenddessen Thölking sich engagiert um die regionalen Belange im Wettkampfschwimmen bemühte, bastelte Diekmann an neuen Konzepten für den Breitensport und die Ausbildung. Eines der Ergebnisse, das eher aus einer Bierlaune entstand, war die Veranstaltung des ersten “Visbeker Supercups“ Ende des Jahres 2002.

Vorher aber organisierte das Team um Jan Thölking letztmalig den Duathlon am Hartensbergsee, deren neuer Betreiber ab dem folgenden Jahr auf die Dienste der DLRG verzichtete. Das war für alle ein herber Rückschlag.

Die Jugendarbeit jedoch lief zu aller Zufriedenheit sehr erfolgreich. Der Jugendvorstand organisierte Fahrradtouren, Kinofahrten, Sportveranstaltungen, Bastel- und Spielenachmittage. Das Zeltlager, das seither von Fredo Kröger organisiert wird, ist weiterhin eines der Highlights im Kalender.

Jeweils im September 2005 und 2006 wurde versucht den Wettkampfbetrieb weiter zu fördern. Hierzu fand ein Trainingslager statt, dass die aktiven damals nicht nur verbesserte, sonder auch die Teilnehmer kameradschaftlich zusammenschweißte. Das Ergebnis waren in den Folgejahren weitere Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften und vordere Plätze auf Landesebene. Vor allen Dingen stachen hier besonders die Mannschaften von Thomas Haas und Corinna Varnhorn

Im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb vertraut man seit dem Jahr 2007 auf die Geschicke von Jan-Bernd Lammers als Schatzmeister. Matthias Westerhoff ist seit dieser Zeit sein Stellvertreter. Diese Entscheidung, beide mit ins Boot zu holen, hat sich seit dem mehrmals als großer Gewinn herausgestellt.

Seit 2010 unterstützt Marion Schlömer als neuer Lehrscheininhaber (Ausbilder/Prüfer Schwimmen-Rettungsschwimmen) nach 2-jähriger Ausbildung unseren Verein mit seiner Fachkompetenz.

Im Januar 2013 endete eine Ära. Fredo Kröger übergab, nach 23 Jahren als Vorsitzender, sein Amt an Sven Diekmann ab, der ihn bereits 9 Jahre als sein Stellvertreter unterstütze. Als neuer 2. Vorsitzender wurde Torsten Lampe gewählt.

Am 13. & 14. April 2013 fand in Visbek die Bezirkstagung im Saal Hermes statt. Hier wurde neben dem 100 jährigen Jubiläum der DLRG, Fredo Kröger für seine Verdienste um den Verband, mit der höchsten Auszeichnung  geehrt, welche es in der DLRG gibt: dem Verdienstzeichen „Gold mit Brillant“. Nur drei Wochen später verstarb Fredo plötzlich und unerwartet.

Eigentlich mit ganz anderen Zielen vor Augen, nahm sich Sven Diekmann spontan den Interessen “Wasserfreunden“ an, die Fredo 1998 von der DLRG damals als eigenständiger Verein abgespalten hatte. Interimsmäßig trainierte Diekmann zusammen mit Evi Patzelt die Gruppen und erarbeite in dieser Zeit ein neues Konzept. Bestandteil hiervon waren hochqualifizierte Übungsleiterinnen, die es aber erst einmal zu finden galt. Es tat sich zudem mit Peter Kohls ein erfahrener Koordinator für dieses Angebot auf. Zum Jahreswechsel wurde der Verein „Wasserfreunde“ liquidiert und deren verbliebenen Mitglieder zusammen mit vielen neu gewonnen wieder in die DLRG Ortsgruppe Visbek aufgenommen.

Im Jahr 2014 konnten dann die ursprünglichen Ziele, die Diekmann sich gesetzt hat, nämlich die Schwimmförderung zu verbessern, endlich mit der Einführung eines “Baby- und Kleinkindschwimmens“ umgesetzt werden. Hierfür konnte mittlerweile auch ein Trainer-Pool gewonnen und das Angebot ausgebaut werden. Sicherlich ist diese Entwicklung zum heutigen Tag auch noch nicht zu Ende.

Im Januar dieses Jahres sind Ernst Kalvelage und Karl-Heinz Weber für deren ununterbrochene 50 jährige Mitgliedschaft mit dem Mitgliedehrenzeichen in Gold geehrt worden.

In der Jugend hat Lena Tönjes als Ortsjugendvorsitzende mit ihrer Mannschaft frischen Wind in unseren Verein gebracht. Durch das Engagement dieses Gremiums konnte das Zeltlager „gerettet“ werden, um das sich ausschließlich Fredo zuvor gekümmert hatte. Aber auch bei vielen anderen Aktivitäten wird die Umsetzung zeitgemäßer angegangen.

Gerade in den vergangenen drei Jahren sind, manchmal ganz ungewollt und außerplanmäßig, Strukturveränderungen angepackt worden, die die Angebote zeitgemäßer gestalten und ein solides Fundament für die Zukunft bilden sollen.

Die Zukunft aber ist ungeschrieben. Daher hoffen wir, dass irgendwann jemand diese Zeilen mit Interessantem aus dem Vereinsleben und tollen Erfolgen fortsetzen kann.

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